Interview – Advanced Data Science in der Finanz- und Versicherungsbranche

Dr. Andreas Braun von der Allianz SE spricht exklusiv mit dem Data Science Blog über die Bedeutung von Data Science in der Finanz- und Versicherungsindustrie und was er von einem guten Data Scientist erwartet.

dr-andreas-braunDr. Andreas Braun ist Head of Global Data & Analytics bei der Allianz SE in München. Der promovierte Informatiker von der TU München begann seine Karriere als Berater bei Accenture, leitete danach verschiedene Abteilungen für Analyse und Digitalisierung und zuletzt den globalen Geschäftsbereich Business Applications bei der GfK SE. Er gilt heute als eine der erfahrensten Führungskräfte mit explizitem Know How in der Nutzung von Data & Analytics.

Data Science Blog: Herr Dr. Braun, welcher Weg hat Sie bis an die Analytics-Spitze der Allianz SE geführt?

Als Informatiker kam ich über Software-Entwicklung und Verteilte Systeme zur Datenanalyse. Schon während des Studiums war ich Mitbegründer einer Software-Firma, die Bildverarbeitungs- und Analyse-Software entwickelte. Der Schwenk hin zur Entwicklung von Systemen künstlicher Intelligenz kam während der Promotion an der TUM, insbesondere, da mein Doktorvater erst kürzlich von der Carnegie Mellon University (CMU) dorthin gewechselt hatte. (An der CMU wurde der Begriff Künstliche Intelligenz ja ursprünglich geprägt.) Dadurch hatte ich mir Schwerpunkte auf global verteilte Systeme und Künstliche Intelligenz gesetzt. Nach meinem akademischen Ausbildungsweg war ich dann in der Unternehmensberatung und später in der Marktforschung tätig. Als Global Head für Business Applications bei der GfK SE, der Gesellschaft für Konsumforschung, haben wir bereits 2011 auf Big Data Technologien, wie Hadoop und NoSQL,  gesetzt.

Als die Allianz sich auf Gruppenebene verstärkt im Bereich Digitalisierung und somit auch Data Analytics und Data Science aufstellte und konsequent ein eigenes Data & Analytics Team aufbaute, kam für mich die Gelegenheit zum Wechsel nach München. Seit Mai 2014 leite ich nun Global Data & Analytics (GD&A) bei der Allianz SE und setze vor allem auf Leute, die bereits Data Analytics und Data Science Expertise mitbringen, oft auch von außerhalb der Finanz- und Versicherungsindustrie.

Data Science Blog: Welche Rolle sehen Sie für Big Data Analytics in der Finanz- und Versicherungsbranche?

Aus meiner Sicht ist sogenannte „Big Data“ Technologie, also verteilte Systeme, neue Datenbanken usw., die eigentliche Maschinerie hinter der Digitalisierung. Es gibt zunehmend viele „Frontends“, also z. B. Benutzeroberflächen, (mobile) Geräte und Sensoren, für Anwender, mit denen Daten generiert werden. Webseiten, Apps, Smartphones und Connected Cars sind für sich gesehen jedoch noch nicht besonders intelligent und somit eingeschränkt nützlich. Die wirklich nutzbringende Intelligenz basiert auf Kontext, Daten und Analytics und ergibt sich erst durch die Vernetzung unzähliger Einzelkomponenten über Data Analytics Systeme. Auf dieser Basis lassen sich dann neue und digitale Geschäftsmodelle fördern.

Viele der heute gängigen Anwendungsfälle sind vielleicht von der Grundidee her manchmal ein alter Hut, lassen sich durch die jetzt verfügbare Technologie aber deutlich besser oder gar erstmalig lösen. Beispielsweise betreibt die Allianz Betrugserkennung schon sehr lange. Mittlerweile lassen sich jedoch komplexe oder gar organisierte Betrugsnetzwerke mit Ansätzen wie maschinellem Lernen (Machine Learning) und Graphen-Datenbanken sehr viel schneller, deutlich zuverlässiger und auch noch kostengünstiger aufdecken. Dadurch entstand bereits ein erheblich messbarer Vorteil für die Versichertengemeinschaft!

Daten für eine schlanke, globale F&E bereitstellen

Globale F&E-Prozesse sind oft komplex und verschwendend. Gerade deshalb kann sich ein Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn es die Daten über den verschwendungsfreien Leistungsanteil seiner globalen F&E-Prozesse bereitstellt, das volle Potential ausschöpft und so die Spielregeln seiner Branche verändert. Das erfordert eine standardisierte F&E-Datenbasis, geeignete Methoden und passende Tools.

 

Die F&E-Prozessleistung besteht aus

  • F&E-Nutzleistung
  • F&E-Stützleistung
  • F&E-Blindleistung
  • F&E-Fehlleistung

nutzleistung

Die F&E-Nutzleistung ist die verschwendungsfreie Leistung für den Kunden. Beispiele sind Konstruktion und Berechnung, ohne jegliche Rekursionen. Die F&E-Nutzleistung beträgt geschätzt durchschnittlich 5% bis 25% der gesamten F&E-Leistung.

Die F&E-Stützleistung ist erforderlich, jedoch keine Kundenleistung und somit Verschwendung. Beispiele sind Wissensgenerierung, Musterbau, Verifikation, Validierung, Transporte, Kommunikation und anteilige Strukturen.

Die F&E-Blindleistung ist nicht erforderlich, somit Verschwendung, schadet jedoch nicht unmittelbar. Beispiele sind Task Forces, Nacharbeit, Warten und Lagerung.

Die F&E-Fehlleistung ist nicht erforderlich, somit Verschwendung und schadet unmittelbar. Beispiele sind Doppelarbeit, Rekursionen, Gewährleistung und Garantie.

Ist die Verteilung der F&E-Prozessleistung global transparent, kann durch Hebelwirkung ein erhebliches F&E-Effizienzpotential ausgeschöpft werden. Wird beispielsweise der F&E-Verschwendungsanteil von 75% auf 60% verringert (-20%), dann springt der Anteil an F&E-Nutzleistung von 25% auf 40% (+60%). Dieser F&E-Leistungssprung verändert Branchenspielregeln, wenn er für mehr Wachstum und Deckungsbeitrag eingesetzt wird.

Die Daten der F&E-Nutzleistung werden in drei Schritten top-down bereitgestellt. Jeder Schritt hat sofort einen greifbaren Nutzen:

  • Valide Projektklassen werden aufgedeckt und standardisiert. Das ermöglicht die direkte Messung vergleichbaren F&E-Aufwands.
  • Für die Projektklassen wird der F&E-Standardaufwand empirisch definiert. Das macht die Entwicklungsproduktivität messbar und einfach planbar.
  • Die Grundursachenanalyse des Auftragsaufwands deckt die F&E-Nutzleistung der Arbeitspakete auf. Daraus wird das Potential abgeleitet. Verschwendungsfreie Arbeitspakete machen den Plan schlank und die Entwicklungsproduktivität steuerbar. So wird das Potential ausgeschöpft.

IT und F&E können so zusammen Daten für eine schlanke, globale F&E bereitstellen.

 

Data Science vs Data Engineering

Das Berufsbild des Data Scientsts ist gerade erst in Deutschland angekommen, da kommen schon wieder neue Jobbezeichnungen auf uns zu. “Ist das wirklich notwendig?”, wird sich so mancher fragen. Aber die Antwort lautet ganz klar: ja!

Welcher Data Scientist kennt das nicht: ein Recruiter ruft an, spricht von einer tollen neuen Herausforderung für einen Data Scientist wie man es sich ja offensichtlich auf seinem LinkedIn-Profil für sich beansprucht, doch bei der Besprechung der Vakanz stellt sich schnell heraus, dass man über fast keine der geforderten Skills verfügt. Dieser Mismatch liegt vor allem daran, dass unter den Job des Data Scientist alle möglichen Tätigkeitsprofile, Methoden- und Tool-Wissen zusammengefasst werden, die ein einzelner Mensch kaum in seinem Leben lernen kann.

Viele offene Jobs, die unter der Bezeichnung Data Science besetzt werden sollen, beschreiben eher das Berufsbild des Data Engineers.


english-flagRead this article in English:
“Data Scientist vs Data Engineer – What is the Difference?”


Was macht ein Data Engineer?

Im Data Engineering geht es vor allem darum, Daten zu sammeln bzw. zu generieren, zu speichern, historisieren, aufzubereiten, anzureichern und nachfolgenden Instanzen zur Verfügung zu stellen. Ein Data Engineer, je nach Rang oft auch als Big Data Engineer oder Big Data Architect bezeichnet, modelliert skalierbare Datenbank- und Datenfluss-Architekturen, entwickelt und verbessert die IT-Infrastruktur hardware- und softwareseitig, befasst sich dabei auch mit Themen wie IT-Security, Datensicherheit und Datenschutz. Ein Data Engineer ist je nach Bedarf teilweise Administrator der IT-Systeme und auch ein Software Entwickler, denn er erweitert die Software-Landschaft bei Bedarf um eigene Komponenten. Neben den Aufgaben im Bereich ETL / Data Warehousing, führt er auch Analysen durch, zum Beispiel solche, um die Datenqualität oder Nutzerzugriffe zu untersuchen.

Ein Data Engineer arbeitet vor allem mit Datenbanken und Data Warehousing Tools.

Ein Data Engineer ist tendenziell ein ausgebildeter Ingenieur/Informatiker und eher weit vom eigentlichen Kerngeschäft des Unternehmens entfernt. Die Karrierestufen des Data Engineers sind in der Regel:

  1. (Big) Data Architect
  2. BI Architect
  3. Senior Data Engineer
  4. Data Engineer

Was macht ein Data Scientist?

Auch wenn es viele Überschneidungspunkte mit dem Tätigkeitsfeld des Data Engineers geben mag, so lässt sich der Data Scientist dadurch abgrenzen, dass er seine Arbeitszeit möglichst dazu nutzt, die zur Verfügung stehenden Daten explorativ und gezielt zu analysieren, die Analyseergebnisse zu visualisieren und in einen roten Faden einzuspannen (Storytelling). Anders als der Data Engineer, bekommt ein Data Scientist ein Rechenzentrum nur selten zu Gesicht, denn er zapft Daten über Schnittstellen an, die ihm der Data Engineer bereitstellt.

Ein Data Scientist befasst sich mit mathematischen Modellen, arbeitet vornehmlich mit statistischen Verfahren und wendet sie auf die Daten an, um Wissen zu generieren. Gängige Methoden des Data Mining, Machine Learning und Predictive Modelling sollten einem Data Scientist bekannt sein, wobei natürlich jeder ganz individuell Schwerpunkte setzt. Data Scientists arbeiten grundsätzlich nahe am Fachbereich und benötigen entsprechendes Fachbereichswissen. Data Scientists arbeiten mit proprietären Tools (z. B. von IBM, SAS oder QlikTech) und programmieren Analysen auch selbst, beispielsweise in Scala, Java, Python, Julia oder R.

Data Scientists können vielfältige akademische Hintergründe haben, einige sind Informatiker oder Ingenieure für Elektrotechnik, andere sind Physiker oder Mathematiker, nicht wenige auch Wirtschaftswissenschaftler.

  1. Chief Data Scientist
  2. Senior Data Scientist
  3. Data Scientist
  4. Data Analyst oder Junior Data Scientist

Data Scientist vs Data Analyst

Oft werde ich gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen einem Data Scientist und einem Data Analyst läge bzw. ob es dafür überhaupt ein Unterscheidungskriterium gäbe:

Meiner Erfahrung nach, steht die Bezeichnung Data Scientist für die neuen Herausforderungen für den klassischen Begriff des Data Analysten. Ein Data Analyst betreibt Datenanalysen wie ein Data Scientist, komplexere Themen, wie Predictive Analytics und Machine Learning bzw. künstliche Intelligenz, sind aber eher was für den Data Scientist. Ein Data Scientist ist sozusagen ein Data Analyst++.

Und ein Business Analyst?

Business Analysten können (müssen aber nicht) auch Data Analysten sein. In jedem Fall haben sie einen sehr starkem Bezug zum Fachbereich bzw. zum Kerngeschäft des Unternehmens. Im Business Analytics geht es um die Analyse von Geschäftsmodellen und Geschäftserfolgen. Gerade die Analyse von Geschäftserfolgen geschieht in der Regel IT-gestützt und da setzen viele Business Analysten an. Dashboards, KPIs und SQL sind das Handwerkszeug eines guten Business Analysten.

 

Interview – Big Data in der Industrie

Thomas Schott, CIO der Rehau GruppeThomas Schott ist seit den 01. Oktober 2011 als CIO für die REHAU Gruppe tätig. Kompetenz und Innovationsfreude haben REHAU zum führenden System- und Service-Anbieter polymerbasierter Lösungen in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie gemacht. Höchste Professionalität von der Materialentwicklung bis zur Ausführung sowie die Leidenschaft für das faszinierende unbegrenzte Nutzenpotenzial polymerer Werkstoffe sind für REHAU Grundvoraussetzung, um als führende Premiummarke weltweit erfolgreich zu sein.
In 2008 wurde Herr Schott mit dem erstmals verliehenen „Green CIO Award“ ausgezeichnet. 2010 wurde er außerdem bei der Wahl zum „CIO des Jahres“ in der Kategorie „Global Exchange Award“ mit dem 3. Platz ausgezeichnet und landete in 2012 in der Kategorie Großunternehmen wieder unter den Top 6.

Data Science Blog: Herr Schott, welcher Weg hat Sie an die Spitze der IT bei REHAU geführt?

Ich hatte ursprünglich Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Datenverarbeitung an der TU München studiert und startete meine Karriere bei REHAU bereits im Jahr 1990. Schnell war ich in leitender Funktion für verschiedene IT-Bereiche zuständig und habe die Standardisierung, Konsolidierung und durchgängige Virtualisierung der IT-Systemlandschaft maßgeblich vorangetrieben. Die IT- und Collaboration-Systeme für weltweit mehr als 170 Niederlassungen der REHAU Gruppe laufen nun in einer konsolidierten Private Cloud, ein sehr wichtiges Ziel für das Unternehmen um schnell und flexibel agieren zu können.

Data Science Blog: Big Data und Industrie 4.0 gelten derzeit als zwei der größten Technologie-Trends, dabei scheint jede Branche diesen Begriff für sich selbst zu interpretieren. Was bedeutet Big Data für Sie? Wie sieht Big Data aus der Perspektive der verarbeiten Industrie aus?

An einer allumfassenden Definition mangelt es noch, unsere Bestrebungen zur Industrie 4.0 liegen unter anderem in den Themengebieten Predictive Maintenance, Qualitätsdatenmanagement, mobile Apps bis hin zur Lieferkette (Kunden und Lieferanten). Big Data ist dabei ein wichtiger Treiber für Industrie 4.0 und auch ein eigenes Thema, welches auch außerhalb der Produktion eine Rolle spielt.
Für die produzierende Industrie erlangt Big Data eine immer größere Bedeutung, denn es fallen immer mehr Produktionsdaten und Daten aus der Qualitätssicherung an. Wir sammeln unternehmensintern bereits Daten in solcher Vielfalt und Masse, Big Data ist bereits Realität, und das obwohl wir externe Daten noch gar nicht thematisiert haben.

Data Science Blog: Der Trend ist also seinem Ende noch nicht nahe?

Nein, denn abgesehen von Unternehmen, deren Kerngeschäft Industrie 4.0 Lösungen selbst sind, steht die traditionelle Industrie und unsere gesamte Branche in Sachen Produktionsdatenanalyse und Big Data Analytics eher noch am Anfang.

Data Science Blog: Sie haben die unternehmensweite Cloud bei REHAU bereits erfolgreich umgesetzt, führt an der Digitalisierung kein Weg um Cloud Computing herum?

Wir haben seit zehn Jahren den Ansatz einer Private Cloud konsequent verfolgt. Ein Unternehmen unserer Größe kommt um eine ausgeklügelte und konsolidierte Could-Sourcing Strategie nicht herum. Dazu gehören jedoch auch festgelegte Standards für die Nutzung.

Data Science Blog: Gerade beim Thema Cloud zucken jedoch viele Entscheider zusammen und verweisen auf Risiken für die Datensicherheit. Wie gehen Sie mit dem Thema um – Und bremsen diese Maßnahmen das Engagement, Daten zusammen zu führen und auszuwerten?

Datensicherheit wird ein immer wichtigeres Thema und wir sensibilisieren unsere internen Kunden und IT-Anwender dafür. Im Zuge der rasanten Entwicklung im Umfeld Industrie 4.0 und Industrialisierung benötigen wir zeitnah valide und zielführende Nutunzgsstandards für Cloud und Big Data Lösungen.

Data Science Blog: Wenn Sie von Analyse sprechen, denken Sie vor allem an die rückblickende Analyse oder eine solche in nahezu Echtzeit?

An beides gleichermaßen, denn je nach Problemstellung oder Optimierungsbestrebungen ist das richtige Analyseverfahren anzuwenden.

Data Science Blog: Kommen die Bestrebungen hin zur Digitalisierung und Nutzung von Big Data gerade eher von oben aus dem Vorstand oder aus der Unternehmensmitte, also aus den Fachbereichen, heraus?

In der traditionellen Industrie kommen die Bemühungen überwiegend vom Vorstand und mir als CIO. Es ist unsere Aufgabe, existierende und kommende Trends rechtzeitig zu erkennen. Big Data und Industrie 4.0 werden immer wichtiger. Es ist wettbewerbsentscheidend, hier am Ball zu bleiben. Und das nicht nur für die eigene Kosten- und Prozessoptimierung, sondern auch, um sich am Markt zu differenzieren. Wir müssen diese Technologien und Methoden in unseren Fachbereichen etablieren und die dafür notwendige Veränderungsbereitschaft anregen.

Data Science Blog: Finden die Analysen in den Fachbereichen oder in einer zentralen Stelle statt?

Das hängt sehr von den einzelnen Analysen und dem damit verbundenen Aufwand ab. Die Einrichtung eines zentralen Datenlabors mit der entsprechenden Kompetenz und ausgebildeten Daten Scientists ist allerdings ein guter Weg, um komplexe Analysen, für die die Fachbereiche keine Kapazitäten / Skills haben, experimentell umsetzen zu können.

Data Science Blog: Für die Data Scientists, die Sie für Ihre zukünftigen Umsetzungen von Big Data Analysen suchen, welche Kenntnisse setzen Sie voraus? Und suchen Sie eher den introvertierten Nerd oder den kommunikationsstarken Beratertyp?

Ein Data Scientist sollte meines Erachtens sehr gute Kenntnisse über moderne Datenbanken sowie Erfahrung in der Auswertung von unstrukturierte Daten haben, aber auch viel Kreativität für die Darstellung von Sachverhalten mitbringen und auch mal „querdenken können“.
Wir suchen eher Experten aus der Informatik und Mathematik, aber auch kommunikative, kreative Spezies und neugierige Menschen, die jedoch auch eine ausgeprägte analytische Denkweise aufweisen sollten.

A quick primer on TensorFlow – Google’s machine learning workhorse

Introducing Google Brains‘ TensorFlow™

This week started with major news for the machine learning and data science community: the Google Brain Team announced the open sourcing of TensorFlow, their numerical library for tensor network computations. This software is actively developed (and used!) within Google and builds on many of Google’s large scale neural network applications such as automatic image labeling and captioning as well as the speech recognition in Google’s apps.

TensorFlow in bullet points

Here are the main features:

  • Supports deep neural networks – and much more machine learning approaches
  • Highly scalable across many machines and huge data sets
  • Runs on desktops, servers, in cloud and even mobile devices
  • Computation can run on CPUs, GPUs or both
  • All this flexibility is covered by a single API making the execution very streamlined
  • Available interfaces: C++ and Python. More will follow (Java, R, Lua, Go…)
  • Comes with many tools helping to build and visualize the data flow networks
  • Includes a powerful gradient based optimizer with auto-differentiation
  • Extensible with C++
  • Usable for commercial applications – released under Apache Software Licence 2.0

Tensor, what? Tensor, why?

„Numerical library for tensor network computations“ maybe doesn’t sound too exciting, but let’s  consider the implications.

Application of tensors and their networks is a relatively new (but fast evolving) approach in machine learning. Tensors, if you recall your algebra classes, are simply n-dimensional data arrays (so a scalar is a 0th order tensor, a vector is 1st order, and a matrix a 2nd order matrix).

A simple practical example of is color image’s RGB layers (essentially three 2D matrices combined into a 3rd order tensor). Or a more business minded example – if your data source generates a table (a 2D array) every hour, you can look at the full data set as a 3rd order tensor – time being the extra dimension.

Tensor networks then represent “data flow graphs”, where the edges are your multi-dimensional data sets and nodes are the mathematical operations on this data.

Example of of a data flow graph with multiple nodes (data operations). Notice how the execution of nodes is asynchronous. This allows incredible scalability across many machines. Image Source.

Looking at your data through the tensor formalism gives you a lot of powerful tools that were already developed for tensor algebra, allowing fast, complex computations.  

Tensor networks are also a natural fit for computations done on graphical processing units (GPUs) as they are built exactly for the purpose of very fast numerical operations on such a data – speeding up your calculations significantly compared to standard CPU execution!

The importance of flexible architecture & scaling

The data flow graph approach has also further advantages. Most notably, you can split the design of your data flows (i.e. data cleaning, processing, transformations, model building etc.) from its execution. You first build up the graph of your data flow and then you send it to for execution: either on the CPUs of your machines (and it can be your laptop just as well as cluster) or GPUs or a combination. This happens through a single interface that hides all the complexities from you.

Since the execution is asynchronous it scales across many machines and can deal with huge amounts of data.

You can count on the Google guys to build tools not only for academic use, but also heavy-duty operations in the industry!

Is this just another deep learning library?

TensorFlow is of course not the first library to embrace the tensor formalism and GPU execution. The nearest comparisons (and competitors) are Theano, Torch and CGT (Caffe to a limited degree).

While there are significant overlaps between the libraries, TensorFlow tries to provide a broader framework. It is not only a deep learning library – the Data Flow Graphs can incorporate any data processing/analysis applications. It also comes with a very powerful gradient based optimizer with automatic calculations of derivatives offering huge flexibility.

Given this broad vision the closest competitor is probably Theano (while Caffe and the existing Theano wrappers have a narrower focus on deep learning). TensorFlow’s distinguishing feature is that by design its focus is on large, scalable architectures with a complete flexibility in the hardware, best suited for industry/operational use, whereas the other libraries have more academic pedigrees.

Initial analyses also indicate that TensorFlow should bring also performance improvements compared to Theano, although no comprehensive benchmarks have yet been published.

As the other packages are out already for a while, they have large, active communities and often additional supporting software (examples are the very useful wrappers around Theano like Lasagne, Keras and Blocks that provider higher level abstractions to its engine).

Of course, with Google’s gravitas, one can expect that TensorFlow’s open source community will grow very fast and the contributors will quickly add a lot of additional features (and find hidden bugs).

Finally, keep in mind, that while Google provided us with this great data processing framework and some of its machine learning capabilities, it is likely that the most powerful machine learning algorithms still remain Google’s proprietary secret.

Nonetheless, TensorFlow is a huge and very welcome contribution to the open source machine learning world!

Where to go next?

You can find Google’s getting started guide here. The TensorFlow white paper is worth a read too. Source code can be found at the Github page. There is also a Vagrant virtual machine with TensorFlow pre-installed available here.